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REMONDIS-Standorte weltweit

Als einer der führenden Dienstleister für Recycling, Service und Wasser verfügt REMONDIS weltweit über rund 1.000 Standorte weltweit. Diese verteilen sich auf über 30 Länder in Europa, Afrika, Asien und Australien.

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REMONDIS-Standorte Deutschland

Die Zuständigkeiten in Deutschland werden von REMONDIS durch sechs Regionalgesellschaften abgedeckt. Außerdem haben hierzulande diverse REMONDIS-Spezialgesellschaften ihren Hauptsitz.

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Recycling kann vieles. Aber nicht zaubern

Selbst die besten, modernsten und teuersten Aufbereitungsverfahren sind zum Scheitern verurteilt, wenn es an der Inputqualität mangelt. Enthält eine Blaue oder Gelbe Tonne extrem verschmutztes Material wie eine Babywindel, kann dadurch der gesamte Tonneninhalt kontaminiert und fürs Recycling unbrauchbar werden. Kaum weniger problematisch ist, wenn Wertstoffe, die eigentlich gut recycelbar wären, den falschen Weg nehmen. Eine Plastiktüte im Bioabfall hat schlimme Folgen. Gelingt es nicht, sie herauszufiltern, wird sie geschreddert und wandert in Form kleinster Plastikteilchen mit in die Kompostherstellung. Am Ende landen so weltweit Unmengen von Mikroplastik auf gedüngten Äckern.

Fazit: Wie gut Recycling funktioniert und was dabei am Ende herauskommt, entscheidet sich nicht in erster Linie in den Anlagen der Kreislaufwirtschaftsunternehmen, sondern da, wo sich der Abfall auf die Reise macht. Unter anderem bei Ihnen zu Hause.

Wir alle verfolgen dasselbe Ziel: Abfälle reduzieren, wo immer es geht

Bis in die 1980er Jahre hinein kannte man in Deutschland nur eine Tonnenfarbe: grau. Das hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Die Restabfalltonne hat nicht nur farbige Begleiter bekommen, sie ist auch zunehmend geschrumpft. Ein Zeichen dafür, dass es grundsätzlich in die korrekte Richtung geht. Denn während Blaue, Braune und Gelbe Tonne fürs Recycling stehen, steht die Graue Tonne für Vernichtung. Alles, was hier hineingelangt, wird verbrannt. Das Ziel muss also lauten, die Graue Tonne irgendwann komplett überflüssig zu machen. Erreichen lässt sich das nur, wenn alle zusammen daran mitwirken. Die Verbraucher durch konsequentes und korrektes Sortieren, die Industrie durch die Herstellung von recycelbaren Produkten und die Kreislaufwirtschaft durch Bereitstellung entsprechender Aufbereitungstechnologien. Zudem braucht es natürlich auch die Politik, um die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Bei der Restabfallreduzierung geht noch so viel mehr: Aktuell sind Graue Tonnen zu zwei Dritteln mit Material gefüllt, das dort nicht hineingehört.

Zwei Stellschrauben für besseres Recycling

Wie jedes Unternehmen der Kreislaufwirtschaft hat auch REMONDIS den Ansporn, so viele Wertstoffe wie möglich sortenrein zurückzugewinnen. Aber natürlich hat auch die Politik als verantwortlicher Akteur in Sachen Klimaschutz Interesse daran, das Recycling weiter voranzutreiben. Im Zuge dessen werden sukzessive steigende Recyclingquoten vorgegeben.

So sollen per Gesetz ab 2022 mindestens 63 Prozent des Kunststoffabfalls stofflich verwertet werden. Vor wenigen Jahren waren es noch 36 Prozent. Bedeutet: Die Effizienz bei der Zurückgewinnung von Plastik muss sich nahezu verdoppeln. Stellschrauben gibt es hierfür genau zwei. Neben der oben erwähnten Steigerung der Inputqualität existiert seitens der Kreislaufwirtschaft die Möglichkeit, in immer noch bessere Sortiertechniken zu investieren. Wobei: Die Stellschraube richtiges Trennen lässt sich noch wesentlich weiterdrehen als die Stellschraube Technologie. Denn hier ist – gerade in modernen, neu errichteten Anlagen – nahezu alles ausgereizt, was möglich ist.

Was erfolgreichem Recycling noch im Weg steht

Laser Tag für Kunststoff – So funktioniert modernes Recycling

Beim Recycling dreht sich alles um die sortenreine Rückgewinnung. So gesehen macht eine Recyclinganlage im Prinzip dasselbe wie das Tonnensystem für Verbraucher. Nur eben automatisch und wesentlich genauer bzw. differenzierender. Das Ziel ist es, unterschiedliche Materialarten wie Metalle, Papier und Kunststoffe bis hinein in einzelne Unterkategorien herauszufiltern. Hierfür wird von allem Gebrauch gemacht, was die Physik hergibt. Das beginnt mit klassischen Sieben zur Aussortierung nach Größe und geht über Abtrennen leichterer Fraktionen mittels Luftstößen bis hin zu Magnetabscheidern. So richtig Hightech kommt dann bei der Lichtsensorik ins Spiel. Kunststoffe werden je nachdem, wie sie einen Lichtstrahl zurückwerfen bzw. von ihm durchdrungen werden, bis in die Untergruppen Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol und PET erkannt bzw. richtig zugeordnet.

Die Hersteller machen es uns mitunter nicht einfach. Schwarze Kunststoffschalen sind trotz modernster Infrarot-Technik kaum zu erfassen. Eine zukünftige Herausforderung mehr.

Spezielle Anlagen für spezielle Abfälle

Aus gemischten Fraktionen Materialien sortenrein herauszufiltern, ist die typische, aber bei Weitem nicht die einzige Art des maschinellen Recyclings. Es gibt auch Fälle, in denen es Sinn ergibt, spezielle Anlagen eigens für eine bestimmte Abfallart zu betreiben. Das ist vor allem dann der Fall, wenn eine Abfallart in großen Mengen vorkommt und/oder einen hohen Wertstoffanteil aufweist. Das Paradebeispiel sind gebrauchte Windeln. Da diese zwingend über den Restabfall zu entsorgen sind – also verbrannt werden –, gehen die im Prinzip recycelbaren Wertstoffe Kunststoff und Papier verloren. Die Lösung bestünde in einem Sammelsystem extra für Windeln mit nachgelagerter Verwertung in einer speziellen Windelrecyclinganlage. Genau eine solche Anlage haben wir in den Niederlanden im Rahmen eines Pilotprojekts entwickelt. Das Besondere des Verfahrens: Die eingehende singuläre Abfallfraktion Windeln wird nicht verbrannt, sondern eingeschmolzen. So lassen sich die Bestandteile Kunststoff, Papier und Kot separieren. Aus Letzterem wird sogar noch klimaschonendes Biogas erzeugt.

Alle Details zum Windelrecycling auf remondis-nachhaltigkeit.de

Problemfall Verbundstoff

Irgendwann muss selbst die modernste Sortiertechnik passen. Mit „irgendwann“ ist in diesem Fall eher „irgendwas“ gemeint – namentlich Verbundstoff. Dessen Markenzeichen ist, dass in ihm verschiedene Materialien so miteinander vermischt sind, dass sie sich nicht wieder voneinander separieren lassen. Verbundstoffe kommen in diversen Produkten wie zum Beispiel Getränkeverpackungen vor. In der Anwendung bieten Verbundstoffe durch die Kombination verschiedener positiver Materialeigenschaften durchaus Vorteile. Damit ist es aber komplett vorbei, wenn aus dem Nutzartikel ein Abfallprodukt wird.

Ziel muss es sein, Verbundstoffe nur noch da einzusetzen, wo sie unbedingt vonnöten sind. Idealerweise können produzierende Industrie und Verbraucher irgendwann ganz auf diesen Materialmix verzichten. Um dahin zu kommen, braucht es entsprechende politische Leitlinien wie zum Beispiel eine um das Thema Rohstoffeffizienz erweiterte Ökodesignrichtlinie. Gut wäre zudem ein Recyclinglabel, das Verbraucher auf einen Blick darüber informiert, wie recyclingfähig ein Produkt ist und zu welchem Anteil es aus klima- und ressourcenschonenden Recyclingrohstoffen hergestellt wurde.


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